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Höhepunkte 2016

Nina Hagen

Nina Hagen
© Sebastian Gündel



Konzert im
Anhaltischen Theater Dessau


Nina Hagen

Gesang: Nina Hagen
Gitarre: Warner Poland
Klavier: Fred Sauer
Bass: Michael Ryan

Respektvoll nennt man sie "Godmother of Punk", in aller Munde ist sie, seit Michael "den Farbfilm vergessen hat". Nina Hagen rastet nie und wandelt stets ihr Auftreten. Ob als Schauspielerin, Autorin oder Sängerin: Ihre Kunst ist so einzigartig wie beeindruckend, polarisiert. Aus der Enge der DDR floh sie, als Wolf Biermann ausgewiesen wurde. Ihre Verbindung zu Kurt Weill hat sie über Bertolt Brecht gefunden.

Sie sieht den "Revoluzzer" des Theaters als Lehrmeister ihrer Texte an und dichtet nach seinem Vorbild. Darüber hinaus ist er auch politisches Vorbild. Über das Programm des Abends sagt sie: "Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aktualität, Wahrheit, Dringlichkeit und Einzigartigkeit der Friedens-Botschaften in den vielen Brecht-Songs und Texten, die aus seinen unterschiedlichsten historischen Theaterstücken stammen, die ich übrigens seit meinem 12. Lebensjahr als unbekannte Ostberlinerin viele Abende lang sah – für 55 Pfennig!!". Nicht umsonst also war sie im Brecht-Jahr an der neuen Aufnahme der Dreigroschenoper mit Max Raabe, dem Ensemble Modern und HK Gruber beteiligt.

Als Kind war sie schon mittendrin im Alltag des Anhaltischen Theaters Dessau. Ihre Mutter, Eva-Maria Hagen, schauspielerte über viele Jahre am Haus. Die "kleine" Nina Hagen war damals schon fasziniert von der großen Bühne, der Kunst des Verkleidens und dem Gesang. Dieser Abend versprach eine wahre Wundertüte an Eindrücken und Emotionen und Nina Hagen lieferte. Das Publikum im restlos ausverkauften Theater war begeistert.





© Roßdeutscher & Bartel GmbH, Leipzig, 2017