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Artist-in-Residence  

2003 - Milan Sládek

Der in der Slowakei geborene Milan Sládek ist einer der führenden Pantomimen Europas. Darüber hinaus tritt er als Regisseur, Autor, Pädagoge, Theaterleiter, Maskenmacher, Zeichner und Maler in Erscheinung. 1963 wurde er vom Prager Kultusminister für seine experimentelle künstlerische Arbeit ausgezeichnet. Seit dieser Zeit ist Milan Sládek auch im Ausland ein viel gefragter Künstler, der in über 50 Ländern der Welt aufgetreten ist. 1968 wurde ihm die Leitung des Theaterstudios in Bratislava übertragen, das jedoch kurz darauf in der Folge der politischen Umwälzungen geschlossen wurde. Milan Sládek übersiedelte daraufhin zunächst nach Schweden und 1970 nach Köln, wo er vier Jahre später mit dem Theater Kefka das einzige festansässige Pantomimentheater Westeuropas gründete und das über die Grenzen Europas hinaus zu einem Treffpunkt der Pantomimen avancierte. Von 1987 bis 1992 war Milan Sládek Professor an der Folkwang-Hochschule in Essen. 1994 wurde er zum Direktor des Theater in Bratislava ernannt. Neben dem pantomimischen Theater entwickelte Milan Sládek eine besondere Form des Puppentheaters, bei dem ca. 140 cm große Puppen von jeweils bis zu drei Puppenspielern für das Publikum sichtbar auf der Bühne geführt werden. Seine Inszenierung der „Dreigroschenoper“, die das Kurt Weill Fest Dessau eröffnete, basiert auf dieser Technik. Außerdem inszenierte er Kurt Weills Pantomime „Die Zaubernacht“ als eine Mischung von Pantomime und Schwarzem Theater und mit Anklängen an ästhetische Ideen des Bauhauses. Die Premiere dieser Inszenierung fand in Dessau statt und war daraufhin noch in der Tonhalle Düsseldorf zu erleben.

Milan Sládek

© Roßdeutscher & Bartel GbR, Leipzig, 2017